KIMBU-Häusliche Kinderkrankenpflege

KIMBU (Abkürzung für Kinderambulanz) ist ein häuslicher Pflegedienst, der ausschließlich schwerkranke Kinder und Jugendlichen in einem Umkreis von 90 km um Göttingen versorgt.

Im Jahre 1998 auf Initiative der „Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen e.V.“, Kinderkrankenschwestern und Ärzten gegründet, ist KIMBU inzwischen zu einem Unternehmen mit über 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herangewachsen.

Durch die Versorgung zu Hause können die Kinder früher aus dem Krankenhaus entlassen werden oder der Krankenhausaufenthalt kann sogar verhindert werden. Durchschnittlich versorgt KIMBU bis zu 40 Patienten monatlich, Tendenz steigend.
Die Erkrankungen der Kinder sind sehr vielschichtig, z.B. neurologische Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Schwerstmehrfachbehinderungen, Frühgeborene, onkologische Erkrankungen, ….

Bei den onkologisch erkrankten Kindern (z.B. Leukämie) fährt KIMBU in den Therapiepausen zur Versorgung zu ihnen nach Hause. So müssen sie nicht so häufig zu den Kontrollen in die Kinderklinik nach Göttingen fahren, sondern können sich zu Hause von den Nebenwirkungen der Chemotherapie erholen.

Seit 2002 betreut KIMBU auch intensivpflichtige Kinder in ihrer häuslichen Umgebung. Diese Kinder benötigen wegen ihrer schweren Erkrankung die intensive Pflege und Überwachung einer Pflegefachkraft bis zu 24 Stunden am Tag.

Wenn bei einem Kind trotz aller medizinischen Therapien keine Hoffnung auf Heilung besteht, unterstützt KIMBU die Familie in dem Wunsch, dass ihr Kind seine letzte Lebenszeit zu Hause verbringen kann. KIMBU beteiligt sich an dem landesweiten Aufbau der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung für Kinder und hat zusammen mit drei weiteren spezialisierten häuslichen Kinderkrankenpflegediensten (Hannover, Oldenburg und Sulingen), ein von der Landesregierung gefördertes Projekt zur Verbesserung der Qualität in der Versorgung und Pflege durchgeführt.

KIMBU bildet seitdem mit mittlerweile vier anderen Kinderkrankenpflegediensten die „Qualitätsgemeinschaft Häusliche Kinderkrankenpflege Niedersachsen“. Außerdem arbeitet KIMBU im „Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher e. V “ mit. KIMBU ist Mitglied im Bundesverband Häuslicher Kinderkrankenpflege e.V. (BHK) und im Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa).

Wegen des großen Versorgungsgebietes und der intensiven Pflege schwerkranker Kinder decken die Vergütungen der Krankenkassen die Kosten nicht voll ab, so dass KIMBU auf Spenden und Zuschüsse angewiesen ist. Geraten die durch KIMBU betreuten Familien durch die Erkrankung des Kindes in eine soziale Notlage oder benötigt ihr schwerkrankes Kind eine spezielle Therapie, die von den Krankenkassen nicht übernommen wird, können finanzielle Mittel aus einem Sozialfonds zur Verfügung gestellt werden.

KIMBU bietet den Familien auch die Möglichkeit der Geschwisterbetreuung an. Auch dafür werden die Spendengelder verwendet. Die Gemeinnützigkeit ist anerkannt. Sie erhalten für Ihre Spende eine Spendenbescheinigung.